Wäschewunder - Babygeschäft : Lexikon

 

Das kleine Wäschewunder-Lexikon

Alpaka-Wolle stammt aus Peru von einer südamerikanischen Kamelart, eben dem Alpaka. Die hohle Wollfaser besitzt ein hohes Warmhaltevermögen und kann ca. 25 % Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen abgeben. Dadurch bleibt der Körper warm und trocken. Die Alpaka-Wolle für unsere Pulswärmer und Kragen stammt aus kleinen Strickereien. Bei den Produzenten wird darauf geachtet, daß die vorgeschriebenen Standards eingehalten werden. 
Baumwolle
 (engl. cotton) wird aus den Fruchtfasern der Baumwollpflanze gewonnen. In Indien wird Baumwolle seit 5000 Jahren für die Herstellung von Kleidung verwendet.
Baumwolle ist strapazierfähig, läßt sich leicht reinigen und nimmt Feuchtigkeit gut auf. Da Baumwolle beim Waschen leicht eingeht, sollte man dies schon beim Kauf berücksichtigen.
Wir achten darauf, daß wir Baumwoll-Kleidung nur in Bio-Qualität (kbA, GOTS) anbieten. Es werden bei der Produktion keine Pestizide, Kunstdünger usw. verwendet.
Bio-Siegel Wenn Sie beim Kauf von Kleidung auf Nummer Sicher gehen wollen, sind z. B. diese Siegel empfehlenswert: GOTS, IVN Best, Bioland, Naturland Textilien, ECARF, Oeko-Tex Made in Green.
Es gibt natürlich andere vertrauenswürdige Labels und Siegel. Achten Sie darauf, daß immer die Lizenznummer und die Zertifizierungsstelle angegeben ist.  
Bouretteseide besteht aus den kurzen Fasern der Maulbeerseide. Sie hat einen hohen Anteil Seidenleim, dem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt wird und die Haut beruhigt. Deshalb wird Bouretteseide für Stilleinlagen verwendet, die wir anbieten. Auch Massagehandschuhe werden aus Bouretteseite hergestellt. 
ECARF ist ein Siegel für allergikerfreundliche Produkte und Dienstleistungen.
ECOCERT ist eine 1992 gegründete private, unabhängige Zertifizierungsstelle für Bio- und Naturkosmetik. 
Flachs s. Leinen
Frottee ist ein mit kleinen Schlingen versehenes Textilgewebe. Dadurch entsteht eine große Oberfläche, die Wasser leicht aufnehmen und abgeben kann. Frottee wird häufig für Handtücher, Waschhandschuhe u. ä verwendet. 
GOTS (Global Organic Textile Standard) Dieses Siegel ist für Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern gültig.  
IVN steht für Internationaler Verband der Naturtextilwirtschaft. Der Verband vergibt ein Siegel für 100 % biologisch erzeugte Textilien.
Hanf ist eine Pflanzenfaser. Bekleidung aus Hanf kann viel Feuchtigkeit aufnehmen und trocknet wieder schnell. 
Heilwolle wird schon seit der Antike verwendet. Das Winterfell der Schafe wird geschoren, die Wolle gereinigt, kalt gewaschen, gekämmt und getrocknet. Kalt gewaschen damit das wertvolle Wollfett (Lanolin) erhalten bleibt. Lanolin wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.
Die Heilwolle, die wir anbieten, stammt von Bioland-Betrieben die eine kontrolliert biologische Tierhaltung betreiben. Das heißt es werden keine gentechnisch veränderten Pflanzen oder Masthilfen verfüttert. 
Angewendet wird Heilwolle z. B. bei wundem Baby-Po, entzündete Brustwarzen, Ohrenschmerzen, Rheuma, Gelenkschmerzen oder Husten. Ein wenig Heilwolle wird auf die zu behandelte Stelle direkt auf die Haut aufgelegt und leicht mit einem Tuch fixiert. Nicht zu fest fixieren, damit eine gute Belüftung der Stelle gewährleistet ist. Die Heilwolle mindestens einmal am Tag wechseln.
Anwendungsbeispiele:
- Bei wundem Babypo die Heilwolle so in die Windel legen, daß sie nach dem Wickeln auf den gereizten Hautstellen liegt. Dabei keine Creme verwenden oder nur wenig von einer Creme ohne Konservierungs- und Duftstoffe. Beim Windelwechseln entsorgen und ein frische Lage Heilwolle verwenden.
- Bei entzündeten Brustwarzen ein Stück Heilwolle in den BH legen. Darüber können Sie dann die Stilleinlagen legen
- Bei Ohrenschmerzen legen Sie einen etwas größeren Bausch Heilwolle über das ganze Ohr und fixieren sie mit einem Tuch oder Stirnband. Oder Sie rollen eine kleines Stück Heilwolle zu einer lockeren Kugel und stecken die Kugel ins Ohr. Nicht zu tief ins Ohr schieben.
-  Bei Halsschmerzen oder Husten nehmen Sie ein Stück Heilwolle, legen es auf den Hals oder die Brust, beträufeln die Wolle mit z. B. Thymianöl, Lavendelöl oder Kamillentee. Fixieren Sie die Heilwolle dann mit einem Tuch. Wenig Öl nehmen, damit die Heilwolle nicht durchnässt wird.
WICHTIGE HINWEISE:
- Heilwolle ist zur einmaligen Anwendung gedacht, also immer frische Heilwolle nehmen.
- Nicht bei offenen Wunden verwenden.
- Wenn keine Besserung eintritt oder die Beschwerden sogar schlimmer werden, immer einen Arzt aufsuchen! Heilwolle ersetzt keine Arztbehandlung. 
- In seltenen Fällen kann es zu einer Lanolinunverträglichkeit kommen. Heilwolle dann nicht mehr weiter verwenden.
Kamelhaar ist durch die rötlich-braune Farbe nicht nur ein Hingucker, es fühlt sich auch wunderbar sanft an. Kamelhaar wird nicht geschoren, sondern ausgekämmt oder fällt büschelweise aus und wird dann von den Hirten eingesammelt. Es ist ein Naturprodukt, hautfreundlich und für Allergiker geeignet. Kamelhaar ist ein Hohlfaser, wodurch es Feuchtigkeit gut aufnehmen kann und verhindert so, daß man schwitzt oder friert. 
Kaschmirwolle (engl. cashmere) ist das ausgekämmte Haar der Kaschmirziege. Diese Naturfaser ist sehr weich, knitterarm, wasserabweisend und wärmend. Im Jahr werden ca. 150 g von einer Ziege ausgekämmt. Die Wolle stammt überwiegend aus China, dem Iran und der Mongolei.     
kbA = kontrolliert biologischer Anbau. Die Verwendung von Pestiziden, chemischen Düngemitteln oder Fungiziden ist dabei verboten. Durch Verwendung von kbA-Baumwolle ist das daraus gefertigte Kleidungsstück hautschonend und man ist weniger allergieanfällig. Gerade für die zarte Babyhaut ist dies sehr wichtig. Die kbA-Zertifizierung wird von unabhängigen Institutionen vergeben.
kbT = kontrolliert biologische Tierhaltung. Bei dieser Art von Tierhaltung ist es verboten Schädlingsbekämpfungsmittel beim Tier und auch auf dem Boden, auf dem die Tiere grasen, einzusetzen. Es werden keine gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert und auf den Einsatz von Pestiziden und Fungiziden verzichtet. Die kbT-Zertifizierung wird von unabhängigen Institutionen vergeben.
Kunststoffe wie Polyester (PET), Polyamid (Nylon), Polyacryl usw. sind Kunstfasern, die auf Erdöl- und Steinkohlebasis hergestellt werden. Textilien aus diesen Kunststoffen können kaum Feuchtigkeit speichern. Sie sind weniger luftdurchlässig als Naturfasern. Beim Schwitzen kann es deshalb zu einem Wärmestau kommen. Der Körper schwitzt, die Kleidung kann die Wärme nicht aufnehmen und man schwitzt noch mehr. Es kann auch zu Hautreizungen führen, weil der Schweiß auf der Haut bleibt und die Poren verstopft. Textilien aus Kunststoffen sind knitterarm, robust, schmutz-und wasserabweisend. Sie werden oft für Sporttextilien verarbeitet.   
Lanolin ist das Wollfett der Schafe und hält Wollkleidung geschmeidig. Es wird auch für die Herstellung von Kosmetika und Salben verwendet. (s. Heilwolle)
Leinen (auch Flachs genannt) wird aus den Stängeln der Flachspflanze hergestellt. Kleidung aus Leinen ist antistatisch, schmutzabweisend und leicht kühlend.
Maulbeerseide wird aus dem Kokon des Maulbeerspinners gewonnen (s. Seide). 
Merinowolle wird vom Merinoschaf gewonnen. Das Schaf wird zweimal im Jahr geschoren und liefert dabei ca. vier Kilo Wolle. Die Merinowolle ist eine sehr feine Wolle und wirkt temperaturausgleichend. (s. Wolle)  
Naturkautschuk stammt vom Kautschukbaum. Der Milchsaft wird durch anritzen der Rinde freigesetzt und dann aufgefangen.
Aus Naturkautschuk sind z. B. die Schnuller, die wir anbieten. 
Für die Prolana-Matratzen wird Naturkautschuk aus fairem Handel verwendet. Durch regelmäßige Rückstandsanalysen ist garantiert, daß die Matratzen frei von Schadstoffen sind.
Produkte aus Naturkautschuk sind biologisch abbaubar. Nach ca. 10 Jahren hat sich das Kautschuk rückstandslos aufgelöst, während Produkte aus Plastik dafür zwischen 300 - 500 Jahre brauchen.   
OEKO-TEX ist ein Zusammenschluß von unabhängigen Textilprüf-Instituten und vergibt Siegel für schadstoffgeprüfte Textilien. 
Reinigen von Woll- und Seidekleidung Beim Waschen wird das Lanolin (Wollfett) ins Waschwasser abgegeben. Deshalb sollte Wollkleidung nur mit speziellen Waschmitteln und schonender Handwäsche mit lauwarmen Wasser unter 30 Grad gereinigt werden. Nicht Rubbeln und Auswringen oder im Waschwasser einweichen lassen. Dies führt zur Verfilzung der Kleidung. Nach dem Waschen die Wäsche in ein Handtuch legen, leicht ausdrücken und dann trocknen lassen. Nicht direkt in die Sonne legen. 
Je nach Pflegesymbol können Sie Wollkleidung auch im Wollwaschgang in der Waschmaschine waschen. Die Temperatur muß unter 30 Grad sein und auf Schleuderstopp eingestellt werden. Sie erhalten Wollseife, Wollkur und Woll-Lotion in Bio-Qualität im Wäschewunder-Laden. Sparsam mit den Waschmitteln umgehen.  
Schappeseide (auch Florettseide) ist das aus den äußeren Schichten des Seidenkokons gewonnene Seidengarn. Sie ist glatt, gleichmäßig und hat einen leichten Glanz (s. a. Seide und Bouretteseide).
Schurwolle ist die vom lebenden Schaf geschorene Wolle. Also neue, frische, erstmals verwendete Wolle und nicht aus Alttextilien gewonnen. 
Seide ist die Faser des Kokons der Seidenraupe. In China wird Seide schon seit 4000 Jahren zur Herstellung von Kleidung verwendet. Chiffon, Damast, Jacquard oder Brokat sind Webarten der Seidenfaser. Die Reinigung von Kleidung aus Seide sollte in Handwäsche ohne Rubbeln und mit einer milden Seife erfolgen. Zum Trocknen nicht an die Sonne legen. Kleidung aus Seide wirkt temperaturausgleichend. Sie wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Der in der Kleidung verbliebene sog. Seidenleim lindert Entzündungen der Haut. Wir bieten Wolle/Seide-Bodys oder reine Seiden-Bodys, Seidenhäubchen und andere Produkte für die empfindliche Babyhaut an.  
Wolle ist das weiche Haar des Fells der Schafe. Kleidung aus Wolle hat eine natürliche Wärmeisolierung. Sie kann bis zu 35 % des Trockengewichts aufnehmen und leitet Feuchtigkeit schneller ab als Baumwolle. Dies erhöht den Tragekomfort von Kleidung aus Wolle auch in warmen Jahreszeiten. Wolle knittert kaum, verschmutzt nicht schnell und hat einen Selbstreinigungseffekt. Hängen Sie Wollkleidung in die frische Luft, aber nicht direkt in die Sonne. Unangenehme Gerüche lösen sich in Luft auf und die Wäsche riecht wieder frisch.
Wolle-Seide-Mischung Durch die Kombination von Wolle und Seide bei Kleidung ist diese wärmend und durch den Seidenanteil hautfreundlich und anschmiegsam. Der in der Kleidung enthaltene Seidenleim lindert Entzündungen der Haut. Beliebt ist diese Mischung für Baby-Bodys.   
Wollfleece entsteht durch das Aufrauen der Wolle mit einer Bürste. So entsteht ein Stoff, der weich und anschmiegsam ist.  
Wollwalk entsteht durch das Einwirken von Druck, Wärme und Wasser auf die Wolle. Durch diese Bearbeitung geht der Stoff um die Hälfe ein und erhält eine dichte Struktur. Dadurch ist Wollwalk-Kleidung wärmend und windabweisend. Beim späteren Waschen geht Wollwalk nicht ein.  
UV-Schutz z. B. bei Kindermützen wird als UV-Schutz-Faktor (USF) oder UPF (ultraviolet protection factor) angegeben. Je nach Tageszeit,  Aufenthaltsdauer in der Sonne und Hauttyp sollte der USF mindestens 30 betragen. Achten Sie bei Kleidung, das die UV-Schutzwirkung nach UV-Standard 801 geprüft wurde. Die von uns angebotenen Mützen von Pickapooh bieten Schutz bis USF 80.
Bei Kinder-Sonnenbrillen sollte der UV-Schutz mindestens UV400 sein 
Viskose ist eine künstlich hergestellte Faser aus Zellulose. Das sind pflanzliche Zellen, die aus Holz gewonnen werden, z. B. Buchen- oder Fichtenholz, aber auch aus Bambus. Die Viskosemasse wird durch Spinndüsen gepresst. Viskose wird auch unter dem Begriff Reyon oder Kunstseide angeboten. 

Bitte beachten Sie:
Dieses kleine Lexikon soll Ihnen einen kurzen Überblick zu verschiedenen Bereichen der Babykleidung, Naturkosmetik und anderer Produkte, die wir anbieten, verschaffen. Es erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch auf wissenschaftliche Exaktheit.